Freitag, 22.11.2013

Uni, Herzensarbeit, ein paar Impressionen.

Hola :) 

 

In dieser Ausgabe von "Platano va a México" (so wird mein Blog für Diego und all' die Mexis übersetzt, die ihn lesen .. ;) ) werde ich euch nicht mit ewigem Text belästigen, sondern Euch ein paar Fotos von meiner Uni und meiner Arbeit in der Schule für blinde Kinder zeigen. Einfach um Euch ein wenig an meinem Alltag teilhaben zu lassen, der in sagenhaften 4 (!!!) Wochen vorbei sein wird. 

 

Seit einigen Wochen arbeite ich ja einmal wöchentlich freiwillig in der Schule "Helen Keller", dafür stehe ich jeden Donnerstag sau früh auf, um 45min mit dem Bus zur Schule zu fahren - obwohl ich erst um 13.00 Uni hab... Aber "das Lächeln & die Liebe der Kinder, belohnen mich für diese Anstrengungen" haha. meistens jedenfalls (wenn sie nicht gerade fies sind, und sich über mein Spanisch amüsieren :D ). 

Gestern ist Diego, mein super lieber, herzensguter Kommilitone, mitgekommen. Wir mussten für einen unserer Kurse nämlich eine Präsentation in einer Primaria durchführen, über Depressionen bei Kindern, da hat sich meine Schule natürlich angeboten:

Die Kids lieben Diego !

 

 

Da sich die Uni nun zuende neigt (Kurse gehen bis heute, nächste Woche und einer bis 12.12, das wars dann) - habe ich heute meine Kamera mitgenommen, um sie Euch mal zu zeigen: 

 

Helado de Yoghurt, cada día :)Diego & Änna Take a break

 

Und heute morgen um 7.00 in der Prepatoria (Oberstufe), wo wir eine weitere Präsentation geben mussten, dieses Mal über die Prävention von Gewalt in Beziehungen:

P

 

Gerade ist mal wieder ein Kurs ausgefallen.. puh ich finds jedes Mal so frustrierend, man geht zur Uni.. heute hatte ich mal wieder 2 Freistunden.. wartet. Und dann kommt die Dozentin einfach nicht.. An dieses frustrierende Gefühl kann ich mich auch nach dem 1000000 mal nicht gewöhnen...

 

So hier noch ein paar weitere Bilder. 

Der famose Frozen Yoghurt Laden, Frozen Yoghurt mit 3 verschiedenen frischen Früchten zur Auswahl, der große Becher nur 1€, Paradies :)

Alex & Diego

Dann hier der Stand, an dem ich ca. JEDEN Mittag dasselbe esse (Auswahl leicht eingeschränkt als Veggie). Der Typ ist so sweet, kennt mich schon, und weiß genau wie ich mein "Lonche" (Belegtes Baguette) haben will :) 

uuuund fertig ! :)

Auch ganz verbreitet, Kuchenstände aus dem Kofferraum, auch n chilliger Typ, viel lieber als er auf dem Bild ausschaut ;) :

Und noch ein paar Fotos von Diego & mir in der Uni :)

2 Pastis. Diego, Papaya (unsere Dozentin :D ), ich & Alex

Und meine Kommis grad eben, kurz vor unser Präsentation (jaaa wir haben seehr viele Präsis hier :D). Ein Glück ist mein Part gut gelaufen, puh :) 

Sooo, habt ein schönes Wochenende! 

 

anna

Donnerstag, 21.11.2013

Ciudad de México!!! :)

Hallo Ihr Lieben!

 

Wir waren in Mexico City ! Endlich! Ich wollte schon so lange hinfahren, aber bisher hatte es nie geklappt! Mit dem Nachtbus ging es letzten Freitag um 0.00 los (wir haben übrigens mittlerweile unseren lieben Taxi Fahrer Anton, der hier die ganzen Intercambio Mädels fährt, er ist immer zuverlässig und super pünktlich & fuhr mich und Vroni zur Bus Station). Von GDL fährt man so 6-7h nach D.F. (=districto federal = Mexico City ;) ) .

 

Samstag 7.30 in Mexico City: Die Metro war gerammelt voll. Wo wollen bloß all’ diese Menschen hin um diese frühe Uhrzeit? Es war voll, laut, heiß.

Insgesamt erschien mir D.F. auf den ersten Eindruck vollkommen anders, als GDL, nämlich: so grün. Überall Parks, Bäume. Das Viertel unseres Hostels heißt „Roma“, liegt nahe am Szene Viertel „La Condesa“, wo sich all’ die Bars, Clubs usw. befinden.

 

Nach dem Frühstück ging es in den „Bosque Chapultepec“, einen riesigen Park/Wald inmitten der Stadt. Hier liegt auch das Castillo Chapultepec:

  Bosque de Chapultepec  

Wir waren übrigens zu viert unterwegs:

Jule, Jule, Vroni & ich:

Jule, Jule, Vroni, ich

 

Später bin ich mit Vroni ins „Museo Soumaya“ – dieses Museum hat der Tel Cel (glaub Mexikos größte Mobilfunk Firma, er war bis vor kurzem der reichste Mann der Welt) nach dem Tod seiner Frau nach ihr benannt und es umfasst eine riiiiiiiesen Sammlung von Kunst, u.a. von Diego Rivera und auch Skulpturen von Salvador Dalí (du wirst es LIEBEN, Mama J ).

Und das ganze Gebäude von außen ist einfach super beeindruckend.

Hier einige Eindrücke:

  Museo Soumaya Dalí Dalí,

Abends hat uns dann ein Argentinier auf eine fancy Rooftop Party , die irgendwann von einem mit rohen Eiern werfenden Nachbarn unterbrochen wurde... Wir sind dann weiter in einen Club gezogen, aber nicht all zu lange, denn wir hatten viiiiel vor am Sonntag:

 

Tianghis (ein großer Markt, auf dem Schmuck, Teppiche, Kleidung & Kitsch verkauft werden ) & dann ins Casa Azúl  - das Haus in dem Frida Kahlo gelebt, gearbeitet hat und gestorben ist.

Maistortilla mit undefinierbarem Belag ;) Casa Azúl  

Nachmittags ging es dann ganz runter in den Süden, nach Xochimilco – hier findet man – nach ewiger abenteuerlicher Fahrt mit Metro & Tren Ligero – Kanäle und Inseln auf denen bunte Gondeln fahren.. Schon wieder so ganz anders, als restliche Teile der Stadt –  D.F. ist wirklich ein Abbild von Mexiko im Gesamten – eine Stadt der Gegensätze & Kontraste.

Vroni und ich haben dann 1h Stunde eine Gondeltour mit unserem chilligen Fahrer gemacht :

Fahrt im Fahrradtaxi zum Bootsanleger Gondeln  

Abends waren wir einfach nur noch platt & mir tat ca. alles weh, vom vielen Laufen.. es ging dann noch kurz ins Szeneviertel „Condesa“, was Essen & lecker argentinischen Wein trinken (es sind echt suuuper viele Argentinier in D.F.) & dann ab ins Bett.

 

Im Hostel mussten wir dann leider erfahren, dass es im gesamten Stadtteil KEIN WASSER gab... Weder in den Duschen, noch in den Wasserhähnen und auch nicht in den Toiletten.

Das sollte Montag immer noch der Fall sein, sehr sehr lecker (ich musste direkt würgen, als ich morgens ins Bad ging, Sina ;) ).

 

Wir fuhren deshalb alle lecker frisch geduscht (nicht) nach Teotihuacan – Pyramiden Ruinen, ca. 1h Fahrt außerhalb der Stadt. Unglaublich beeindruckend:

  

Das war’s dann auch mit meinem Besuch in einer der größten Städte der Welt. Ich bin ganz froh, dass ich noch zwei weitere Male fahren werde (1mal mit Mama & Nina, 1mal mit Sina), da es wirklich mehr Zeit braucht, um sich alles (oder alles was man sich vornimmt) anzuschauen, die Stadt ist RIESIG.

 

Alles Liebe für Euch,

 

un abrazo. Anna

 

PS: Sitze gerade in meinem Kurs „Psicopatologia Infantil“. Wir haben gerade tatsächlich einen Ausschnitt aus der SESAMSTRAßE geschaut. Es ging um Reinlichkeitserziehung & es gab ein fröhliches Liedchen über’s alleine-aufs-Töpfchen-gehen. En serio? :D 

Mittwoch, 13.11.2013

Mein Leben in GDL - Alltag, Uni, vida a la mexicana.

Ihr Lieben. 

 

Nun habe ich schon so lange nichts mehr von mir hören lassen. Und eigentlich habe ich grad auch mal wieder keine Zeit. Ich hänge mit der Abgabe von gefühlt 1000 Hausaufgaben hinterher & sollte sie gerade schreiben. Aber ich möchte - vor allem diejenigen von euch, mit denen ich leider so wenig Kontakt habe (Zeitverschiebung sollte abgeschafft werden, ginge das? DANKE.) - ein wenig auf den neusten Stand zu bringen. (ich versuche mich kurz zu fassen Boris.)

Gerade bin ich mit meinem neuen Mitbewohner (oder man weiß es auch nicht so genau, es übernachten IMMER irgendwelche Menschen in unserem Haus) auf die Chapu gefahren. Es ist 20.00 hier. Er hat mich in einem Café abgesetzt und holt mich hier in 2h wieder ab. Mit meinem Mac im Gepäck ist es nämlich so eine Sache abends noch unterwegs zu sein. Oder tagsüber eigentlich auch (Überfälle). Ich höre diese Geschichten immer nur von anderen & gelte unter anderen Austauschstudenten schon als unvorsichtig. ABER ich habe einfach keine Lust mich in meinem Alltag mehr als nötig einschränken zu lassen. Jedenfalls holt Alejandro mich wieder ab. Und er kann Karate wie er sagt :) Er spielt weiter die Straße runter ein wenig Musik, um Kohle zu machen, während ich hier - mehr oder weniger - fleißig bin.  

Ich trinke wunderbaren Cappuccino und beginne dann gleich mit meiner Tarea über "Strukturelle Familientherapie". Damit wär' ich auch schon beim Thema no. 1:

 

Die Uni

Es ist tatsächlich so: Wir sind im Endspurt des Semesters. 2 meiner Kurse enden am 30.11. Einer am 10., einer am 15.12. Ich fasse es nicht. WO BLEIBT DIE ZEIT?

Zum Spanischen: Es ist schon besser geworden. Ich hatte ein ziemliches Tief nach Cali, es hat mich frustriert, immer noch vieles gar nicht zu verstehen und mich nicht wie gewünscht artikulieren zu können. Aber ich habe es überwunden und versuche es positiv zu sehen:

Hey, es ist meine 2. Fremdsprache, ich lerne, poco a poco wird es. UND - Ich bekomme immer wieder Feedback, dass ich schon viel besser geworden bin. Heute - nach dem ich 10 min eine Präsentation über "Jay Haley" (kalif. Therapeut) gehalten habe, hat die Dozentin angefangen zu klatschen & war völlig aus dem Häuschen.. (kein Wort zu ihr über die weitreichende Hilfe des lieben Internets & meiner Fähigkeit Sätze auswendig zu lernen... ;) )

Ich musste mich einfach von meinem Ziel verabschieden, zum Semesterende fließend sprechen zu können, war vllt. etwas überambitioniert. 

Ansonsten, wie gesagt, Endspurt. Heißt: Hausarbeiten, Präsentationen etc. etc. Ein Glück kaum Prüfungen. 

 

Alltag

Ich bin richtig angekommen hier (war so klar, dass das passiert kurz bevor es auch schon wieder vorbei ist). Ich kenne mich aus in der Stadt. Ich weiß, wie ich von A nach B komme. Es bereitet mir (kaum) noch Stress, dass ich andauernd ewig in rappeligen, überfüllten Bussen in der Mittagshitze im Stau stehe (Mittagshitze im November, yeeees!!!). Ich habe meine Lieblingsbars, Lieblingscafés, Lieblingsrestaurants. Kenne mittlerweile viele Leute, unternehme viel. 

Mein neues Haus ist ca. 100000 mal besser als das Alte. Es ist IMMER jemand da, zum Quatschen, gemeinsam Essen, Bierchen trinken und bis vor einer Woche noch zum Zigarettchen rauchen (JA ICH HÖRE AUF.. glaub ich :) ). Wir haben ein super Rooftop, auf dem man entspannt chillen kann: Flo & ich auf unserem Dach.

Es ist oft chaotisch, sehr dreckig, wir haben viele Kakerlaken (gerade heut morgen kam sie aus meinen Haferflocken hervor gekrabbelt und lag munter zwischen meinen Apfelstückchen in meiner Müslischale, yummi.). Aber man gewöhnt sich ja an alles. Auch daran, dass ich jeden Morgen pktl. zwischen 5.30 und 6.00 Uhr davon aufwache, dass die Stadtbusse anfangen zu fahren. Sie fahren nämlich GENAU vor meinem Fenster und es ist unbeschreiblich laut. Also jeden Morgen: Ohropacks rein und ab in Runde 2 des Nachtschlafs. 

Ansonsten unternehmen wir viel an den Wochenenden, dieses geht es ENDLICH nach Mexiko City, jeeej. 

 

Día de los Muertos 

Am 1. & 2. November ist Día de los Muertos. Es ist Tradition, dass man einen Altar baut - man stellt ein Foto des Verstorbenen auf, Blumen, Zuckerbrot und alle möglichen Dinge, die der Tote zu Lebzeiten besonders gern' hatte. 

Ungefähr so:

Altar Altar in Morelia

Wir sind an dem Wochenende in den Staat "Michoacán" gefahren, wo diese Tage besonders traditionell zelebriert werden. Wir das waren in diesem Fall mal wieder die Franzosen Sophie und Marc, Jule, Flo (der Bruder der Freundin meiner Mitbewohnerin :D, der eigentlich für 10 Tage zu Besuch war, aber jetzt für 2 Monate bleibt, Mexiko halt) & ich. Wir haben Bekannte von Jule in der wunderschönen Stadt Morelia getroffen. Sie leben dort. 

 Héctor, Ricardo, Omar & Jule Über den Dächern von Morelia el presidente.

Freitagnacht sind wir auf die Insel "Janitzio" gefahren. Es war einfach überwältigend. Überall Musik, Essenstände und dann das Highlight: Der Friedhof.

So wunderschön beleuchtet.. Man konnte herumlaufen, es war eine ganz besondere Stimmung. Viele Mexikaner schliefen auf den Gräbern von Angehörigen, um Ihnen in dieser besonderen Nacht ganz nahe zu sein. 

Am nächsten Tag waren wir in "Patzcuaro", im Zentrum, auf dem Markt... 

Jule, Flo, ich in Patzcuaro

Sehr cooles Wochenende. 

 

Typisch Mexiko. 

Was ist typisch Mexiko? Ich werde diesen Abschnitt schreiben, mit dem Risiko, wie eine typische Deutsche zu wirken, die alles mit Deutschland vergleicht und direkt bewertet. So ist es nicht. Ich laufe hier einfach jeden einzelnen Tag immer noch mit offenen Augen und stauenend durch die Gegend. Vieles ist normal geworden. Aber so viel ist einfach anders. Deshalb eine kleine persönliche Sammlung:

Busfahren.

Als busfahrender Mexikaner setzt man sich grundsätzlich auf den Sitz nahe am Gang und lässt den Fenstersitz frei. Sucht ein weiterer Fahrgast einen Sitzplatz rückt man keineswegs auf zum Fensterplatz. Man steht auch nicht auf, um den Weg freizumachen. Man rückt ziemlich umständlich zur Seite. Auch wenn man (wie nicht gerade unüblich) ziemlich füllig ist. Dies führt zu komischen Verrenkungen auf beiden Seiten. Zu beobachten ist dieses Verhalten JEDEN Tag (meine persönlich geschätzte Statistik: in 9,9 von 10 Fällen, in den restlichen 0,1 wird tatsächlich zum Fenster aufgerückt, ich habe noch nicht herausgefunden, was hier die ausschlaggebenden Bedingungen sind). 

 

Verabredungen und Pünktlichkeit.

Vielleicht denkt ihr, ihr wisst was jetzt kommt. ABER ich kenne SO viele super pünktliche Mexikaner. Sie sind auf die Minute pünktlich da, sie lieben es zu planen und wollen jetzt schon wissen, was man in 3 Wochen am Wochenende machen kann. Bzgl. meiner eigenen (UN)Pünktlichkeit habe ich hier also mit den typischen Klischees zu kämpfen - Wie du bist doch Deutsche, warum kommst du andauernd zu spät Anna? Und DU ALS DEUTSCHE hast deine Hausaufgaben vergessen? Äh ja....

Ok, die oben genannten Fälle sind Ausnahmen, ich gebe es zu. 

Typisch ist: Man verabredet sich zu etwas, alles ist "super chido" (chido ist mexikanischer Slang für cool, gut, oder auch "chiiiiiillllig" (Abu, Shari, Sari, Sina :) ). Und dann? Findet die Verabredung oft einfach nicht statt. Es wird sich auch nicht entschuldigt etc. Es wird einfach nicht mehr darüber gesprochen, das man mal was abgemacht hatte. Chido. 

 

Heute morgen hatte ich noch so viele andere Dinge im Kopf, über die ich Euch berichten wollte.. Aber wie das immer so ist.. Fallen sie mir natürlich jetzt nicht ein :D 

Pues... Ich denke dann war es das von meiner Stelle für heute & ich widme mich wieder meinem lieben Essay. Es sei noch gesagt: Mir geht es gut. Mir ist noch nichts passiert (wie gesagt, ich höre die Horrorgeschichten immer nur von anderen). Ich bin vorsichtig im richtigen Maß denke ich. Ich versuche seit kurzem wortwörtlich jeden einzelnen Tag zu genießen, mich weniger zu Sorgen um Dinge wie Sprache lernen, Uni Kram usw. Denn: Die Zeit ist zu kurz um sich zu sorgen, oder? :) 

Und wie meinte Maria, die Amerikerin, die wir gestern in San Pancho (der kleine Ort am Meer, wir waren am Wochenende noch einmal da) gestern: "Life is an adventure". Wie wahr. 

Nach dem kommenden Wochenende erfahrt ihr von meinen Erlebnissen in MEXICO CITY! Ich freue mich schon sehr, bestimmt eine Wahnsinnsstadt.

In diesem Sinne - ich hoffe ihr erfriert noch nicht Zuhause. Bald könnt ihr den Weihnachtsmarkt von mir grüßen (hier gibt es auch einen... was soll ich sagen, er ist SUPER kitschig und es ist zu strange, heute sind Ned und ich bei 25 grad in der Abendsonne drüber gelaufen..).

Vergesst mich bloß nicht! ;)

ich umarme Euch aus der Ferne,

 

Anna

 

Ps: Für alle, die es noch nicht wissen, am 20.12 (was einfach mal in 5 (!!!) Wochen ist, kommen Mama und Nina für 2 Wochen und ein paar Tage. Mit Diego habe ich letzte Woche unsere Route geplant. Da es ja über Weihnachten & Sylvester ist, muss ich leider ein paar Reservierungen machen, wo ich ja sonst immer lieber ungeplant durch die Gegend reise. 

Dies wird unsere Route sein (zurück per Flugzeug):

Ich bin ganz hin und her gerissen: Ich freue mich wahnsinnig auf die Beiden. Aber es bedeutet auch, dass mein Semester hier vorbei sein wird.. Wie gesagt, ich fasse es nicht. Liebe Zeit, vergehe doch ein bisschen langsamer bitte.

Uuuuund: Am 21.1.14 kommt dann Sina! Wir werden ein bisschen in GDL bleiben (man muss echt aufpassen, nicht hängen zu bleiben hier, das passiert einigen Travellern :) ) & dann fangen wir an zu reisen.. Mexiko, Belize, Guatemala, bis runter nach Costa Rica, wo wir dann wahrscheinlich über meinen Geburtstag Sarai und Charlin treffen werden! 

So, und JETZT schreib ich weiter Hausarbeit. ;)

Mittwoch, 23.10.2013

Cali.

Hola Ihr Lieben !

In dieser Ausgabe meines Blogs erfahrt ihr von meiner tollen Woche im wunderbaren Cali. 

 

Erst einmal zurück zum Anfang: Die Überquerung der Grenze. Oh man. Es ging damit los, dass ich nach ca. 4h Komaschlaf (die mexikanische Hochzeit, jaja...) meinen Flug einfach mal stumpf verpasst hätte, wäre ich nicht von Diego geweckt worden. Dieser hat mich netterweise um 7.00 morgens ebenfalls nach 4h Schlaf (ok, vll. nicht ganz so komatös -.- ) zum Flughafen gebracht, voll lieb. 

Dort angekommen, dachte ich mir noch, wie ich den Flug usw. bloß überleben sollte. Mir gings richtig schlecht. Wie GUT, dass ich nicht mal die leiseste Ahnung hatte, wie anstrengend dieser Sonntag noch werden sollte... 

Flug verlief super (glaub ich, hab die 2:45h durchgeschlafen..). Angekommen in Tijuana (gaanz oben im Norden an der Grenze zu den USA), habe ich mir sofort ein Greyhound Busticket gekauft, bis Long Beach. Das Abenteuer Grenzüberquerung ging los. Wir wurden in einem Shuttlebus an die Grenze gefahren. Es waren ca. 40 grad. Zwischen meinen Paranoias jemand könnte Drogen etc. in meinen Rucksack schmuggeln (er lag im Kofferraum) und meinem unter dem Kater leidenden Körper kamen immer wieder die Gedanken hoch, was ich nur eine Woche in Tijuana sollte, falls die Amis mich nicht reinlassen sollten..

Irgendwann kam die Grenze in Sichtweite. Und genau an dieser Stelle sollten wir dann auch für die nächsten 2,5h stehen. Ich hatte natürlich diesen super Platz am Fenster, wo die Sonne auf mich prallte... Komischerweise hatte ich Wlan und schrieb mit einer Freundin.. Immer wieder schaute ich zur Grenze.. Es war völlig surreal. Ich merk' grad, dass ich es mit Worten gar nicht beschreiben kann. 

 

Nach diesen 2,5h durften wir dann endlich weiterfahren und die ganze Einwanderungsprozedur ging los. Fingerabdrücke, Formulare.. Die US Officer fanden dieses deutsche Mädel mit ihren BackPacks, wie sie allein über die Grenze marschierte glaub' ich recht süß und probierten an mir ihre dürftigen Deutschkenntnisse ("Eins, Zwei, Drei, Vier..").. 

Und dann, Stunden und zig X-Rays für meine Rucksäcke später: Ich war tatsächlich drüben. Geschafft, wie überwältigend das war. 

 

Mit dem Bus gings weiter nach Long Beach, noch aufgehalten durch ne nette Drogenkontrolle inkl. Hunde und Verhaftung eines Mitreisenden... Und dann war ich bei Anna, völlig erschöpft und soo froh es geschafft zu haben.

 

Es folgte eine schöne, interessante, aufregende Woche voll von Stränden (Venice, St. Monica, Laguna, Newport,...) Sightseeing (L.A., Hollywood wooow :) ), SHOPPEN, Feiern und mein 1. Eishockey Spiel live (Anaheim vs. NYC).

Anna & The Beatles Soo Touri :) Venice Venice Wunden zieren die Kriegerin, mal wieder :D Venice Der, der zu dem Pelikan sprach. Huntington Beach. Klischee. Änna auf Annas Cali Bike :) Laguna Beach mit Anna Some Yoga

Am Freitagabend brachten Benny und Anna mich dann zum Bus, ab gings nach San Diego. Hier verbrachte ich ein wunderbar entspanntes Wochenende bei Alejandro. Samstag waren wir in nem richtigen Ami HipHop Laden feiern, geilon. :) 

San Diego ist eine wunderbare Stadt, sie hat eigentlich alles was man sich nur wünschen kann. Strände, gutes Essen, viel Sehenswertes.. und ja, viele Geschäfte, wo man die ca. schönsten Klamotten kaufen kann..... 

SD, Skyline Alejandro & John's Jaguar .. San Diego, Gaslamp Quarter Mission Beach, SD

 

Ich hätte noch ewig bleiben können. Und genau deshalb habe ich mich entschieden, im Januar, wenn Mama und Nina wieder abreisen, noch einmal hinzufahren. Für eine Woche oder so. Diese Stadt möchte ich einfach besser kennenlernen :) 

 

Am Montag ging es dann zurück zur Grenze (ok, kleiner Stopp noch an der Outlet Mall :D ). Zurück dauert das ganze übrigens ca. einen Bruchteil der Zeit. Man geht nämlich einfach wieder rüber. Tschüss, das war's ("TÜS!!!" hier einen fetten Kuss an die liebe Linda! :-* :D ).

Ihr hört wieder von mir, ich berichte euch die Tage mal weiter von meinem Leben hier in GDL & vom Studium (ja, ich studiere hier wirklich!) :)

 

Un abrazo.

anna

 

Ps: NEIN, ich werde NIEMANDEM erzählen, wieviel USD genau ich in die amerikanische Wirtschaft in dieser Woche investiert habe....Gebrauchen kann sie's grad ja.

PPS: Ja, Cali ist wirklich genau so, wie man es sich vorstellt. Es war eine merkwürdig-seltsame aber auch einfach lustige Erfahrung, so ziemlich alles was man an Vorstellungen, Bildern, Stereotypen & Klischess über einen gewissen Ort im Kopf hat,  bestätigt zu sehen. :D :)

Donnerstag, 03.10.2013

CALIFORNIA HERE I COME

Ab 6.10 heißt es: Banäna goes California!!! 

Ich dachte ich gönn' mir mal und fahr ne Woche chillig ans Meer, nach Long Beach. Meine Kommillitonin Anna aus Bremen studiert für ein Semester an der California State University und ich werde sie besuchen. 

Habe sie schon vorgewarnt, dass wir das gesamte Touri-Programm inkl. Walk of Fame, Beverly Hills usw usw durchziehen müssen :) Ich bin aufgeregt, war noch nie in den USA.

Am 6.10 (am Morgen nach der großen Hochzeit hier, das kann was werden) flieg ich ich nach Tijuana ganz oben im Norden von Mexiko.. Von dort dann mit dem Bus über die Grenze bis nach Long Beach, dauert ca. 3 1/2h. Am 14.10 geht's zurück, auf dem Rückweg werde ich noch Alejandro, einen ganz lieben Freund von Diego hier aus GDL besuchen. Den hatte ich an meinem 1. Wochenende hier kennengelernt und vor einer Woche wieder getroffen & er lebt ab dem 8.10 in San Diego, California und hat mich eingeladen, jej :) Also werde ich auch noch San Diego kennenlernen, soll eine wunder, wunderschöne Stadt sein. 

Ihr werdet von mir hören & waschechte Cali Bilder sehen :) 

 

Ach und übrigens: Ich habe (mal wieder :D ) ein neues Zuhause gefunden. Wenn ich aus Cali zurückkomme ziehe ich ab dem 15.10 in ein neues Haus mit insg. 5 Mitbewohnern & einem 2. Haus gegenüber, die quasi zusammengehören, wo auch noch mal ca. 7 Leute wohnen, bunt durchgemischt was die Nationen angeht. Gestern bin ich aus meiner Wohnung bei Tiago & Rose ausgezogen und bin bis zum Wochenende wieder bei Diego, ein bisschen wie nach Hause kommen, wie schön :) Freue mich auf das neue Haus mit so vielen Leuten und so viel Leben (und Partys :D) .

Meine neue Adresse, falls jmd. Lust hat mir zu schreiben:

Calle San Felipe 797, esq. Jesús

Zona Centro

44100 Guadalajara, Jalisco, México

 

Un abrazo,

Anna

Donnerstag, 03.10.2013

Voluntary Work

Heute war mein erster "Arbeits"tag hier in Guadalajara. Ich hatte schon seit längerer Zeit überlegt, mich hier sozial zu engagieren und hab nach nach kulturellen/sozialen Projekten und Einrichtungen geschaut.

Beim Abendessen vor einigen Wochen bei Diegos Familie, erzählte mir Lucy, Diegos Mama, dass sie einmal/Woche ehrenamtlich Religionsunterricht in einer Schule für blinde Kinder gibt.

So kam dann eins zum anderen - Sophie und ich haben letzte Woche in der Schule hospitiert und uns alle Gruppen angeschaut. Die Schule hat Kinder zw. ca. 2 und 13 Jahren. Die gesamte Atmosphäre und die Art der Schule haben mich sehr angesprochen, ich habe mich wohl gefühlt und gemerkt, dass dort wirklich Hilfe gebraucht wird. Ab jetzt werde ich dort 2x die Woche aushelfen, einmal mit den Kleinen (2-3 Jahre), in der Gruppe geht es hauptsächlich um das Erlernen von Körperwahrnehmung, Selbstbewusstsein usw. und einmal die Woche mit den Älteren im Unterricht als Assistenz der Lehrerin. Heute war mein 1. Tag mit den Kleinen. War etwas holprig, da sie teilweise so undeutlich sprechen und ich kaum was verstanden habe :D Aber trotzdem, ich bin so dankbar über die Chance und die ganzen Möglichkeiten, die ich hier bekomme, da möchte ich gerne etwas zurückgeben. Weitere Berichte und Fotos von der Arbeit in der Schule folgen. 

Dies ist die Internetseite, wer sich informieren möchte:

http://www.helenkellerac.org/inicio.php

 

Anna

Donnerstag, 03.10.2013

Wochenende am Meer

Ich war am Meer. Endlich. Das ist echt die eine große Sache, die ich so sehr vermisse in Guadalajara: Wasser. 

Nach 6 Wochen war es endlich soweit, wir haben einen kleinen Trip ans Meer unternommen. Wir, das waren die beiden Frenchies Marc & Sophie, Rowan aus Australien, den hatte ich am allerersten Tag bei der Infoveranstaltung kennengelernt, Jule und ich. Es ging über einen kleinen (unfreiwilligen, weil schlecht recherchiert) Umweg über Puerto Vallarta bis nach San Pancho (eigentlich San Francisco, aber der Spitzname für Francisco ist Paco oder eben Pancho), damit ihr euch vorstellen könnt, wo ich überhaupt war:

Unsere Route

Kurz gesagt: Wir hatten ein wunderbares, super entspanntes Wochenende voller Sonnenschein (es hat nicht einmal geregnet!!! :) ) mit viel Chillerei ( ;) ), Schlaf, Strand, Meer, Essen. Ich konnte herunterfahren und bin völlig entspannt nach Guadalajara zurückgekehrt, wo mich dann nur leider wieder der harte Unialltag empfing, mit den 1000 Abgaben, die übers Wochenende ja nicht einfach verschwunden sind :D

Da Bilder mehr sagen als Worte:

Sophie, Marc, Rowan, Jule  Entspanntes Frühstück im Hostel Unser Zimmer Chilliges Gefährt zum Strand..

Un abrazo ihr Lieben, 

Anna

Freitag, 20.09.2013

Kleiner Nachtrag..

So wo ich grad schon mal am schreiben war, fallen mir noch 1,2 Sachen ein.

 

H wie Hochzeit.

Ich bin auf eine waschechte mexikanische Hochzeit eingeladen !! Wie geil ist das denn bitte?? :) Eine von Diegos Cousinen heiratet, er nimmt mich als seine Begleitung mit! Ich bin aufgeregt und freue mich! Er sagte, wir besorgen mir ein Kleid, ich muss mich richtig aufbrezeln, oje. Das Schuhproblem bleibt, mein Repertoire hier: Chucks, alte braune Lederschnürschuhe, Sandalen, FlipFlops. Es hilft nur eins: ab in die Mall, chice Schuhe kaufen. Am 5.10 ist die Hochzeit, ich werde euch berichten.

 

S  wie Sicherheit.

"Ohjee, nach Mexiko?? Das ist doch total gefährlich!!" Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz gehört hab. Hier meine persönliche Einschätzung: 

In den 1. Tagen/Wochen war ich sehr sehr verunsichert. Normalerweise bin ich ja nicht gerade ängstlich wie die meisten wissen, laut meiner lieben Sina ja eher leicht leichtsinnig. Hier wusste ich am Anfang nicht, ob ich abends alleine laufen darf, alleine ein Taxi nehmen darf usw. Mttlerweile kann ich es etwas besser abschätzen denke ich. Es gibt Bereiche, zb. da wo ich wohne, in denen es sicher ist, auch abends, auch alleine. Trotzdem sollte man mitten in der Nacht als Frau nicht alleine von der Bar nach Hause laufen. Es gibt einige Horrorgeschichten über Mädels, die alleine Taxi gefahren sind. Ich mache es trotzdem ab und zu, irgendwie muss ich ja nach Hause kommen, es muss halt nicht immer jemand in meine Richtung. Ansonsten fühle ich mir hier in GDL sicher. Ich passe auf mich auf, versprochen!

Eigentlich waren da noch 1000 andere Dinge von denen ich euch berichten wollte.. Bloß fallen die mir gerade nicht ein. Ein andern Mal. ;)

Alles Liebe für euch.

Donnerstag, 19.09.2013

Día Independencia

Hola Ihr Lieben !

Ich liege schon den ganzen Tag krank im Bett (fette Erkältung am Start, no me gusta :( ). Aber da hab' ich wenigstens Zeit, meinen Blog zu aktualisieren. (Okay, ich könnte auch die 1393939 Hausaufgaben erledigen, die sich angehäuft haben. Aber wie das nun einmal so ist..). 

Am 16. September ist Unabhängigkeitstag in Mexiko. Wikipedia unser aller Freund sagt: "Der Mexikanische Unabhängigkeitskrieg war der von 1810 bis 1821 dauernde bewaffnete Kampf der Mexikaner gegen die spanische Kolonialherrschaft. Er endete mit der Unabhängigkeit Mexikos." ;) Und eben diese wird gefeiert, die Mexikaner sind halt richtige Patrioten. Es gibt allerlei Accesoires - Flaggen, Schminke in Mexiko Farben, künstliche Mexiko Wimpern (jaaa, die hatte ich, Bilder folgen, sind nicht mit meiner Kamera gemacht worden), Bigotes zum Ankleben und und und. 

Wir sind mit "Yo soy Guadalajara" auf einen Wochenendtrip gefahren, ich hatte es ja schon angekündigt. Was soll ich sagen? Das war meine 1. und letzte organisierte Reise ;) Trotzdem gab es natürlich schöne Momente und auch neue Bekanntschaften, vor allem zu erwähnen: Marc und Sophie, ein ganz liebes französisches Pärchen, mit denen Elena und ich uns das Zimmer geteilt haben. Wir haben uns super verstanden und werden den Kontakt halten. Nächste Woche wollen wir zusammmen ans Meer, aber natürlich nur, wenn sich die Wetterlage an der Küste bis dahin beruhigt hat. Mit Krokodilen schwimmen ist dann auch für mich zu leichtsinnig!

Am Montag, dem letzten Tag unseres Trips waren wir in Guanajuato (ca. 275 nord-östlich von Guadalajara). Ein wunder, wunderschönes kleines Städtchen, in einem engen Gebirgstal mit ganz vielen bunten Häusern und verwinkelten Straßen. Sie ist auch Geburtsstadt von Diego Rivera, das Museum "Casa de Diego Rivera" war aber aufgrund des Feiertages leider leider zu. Ich werde also noch einmal zurückkommen, vllt. wenn Sina hier ist, sie hat bestimmt auch Interesse daran!

Nach einer Stadtführung bin ich den ganzen Tag mit Marc & Sophie durch die vielen Gassen geschlendert, wir waren super lecker essen (Chile en nogada, eine große, milde, mit Käse gefüllte Chilischote in einer unglaublich leckeren Soße mit Reis und Granatapfel kernen), haben uns die Geschäfte angeschaut und uns treiben lassen. Am frühen Abend sind wir dann mit einer Art Seilbahn hoch zum Aussichtspunkt gefahren & haben uns das beeindruckende Panorama der Stadt angeschaut :). 

Chiles en Nogada  Wunderschönes Restaurant gegenüber dem Diego Rivera Museum viele kleine süße Geschäfte   

Auf Shoppingtour mit den Frenchies. Panorama view guanajuato Marc & Sophie

Jetzt bin ich wieder zurück in GDL und kuriere mich in Ruhe aus. Am Wochenende will ich fit sein ! Wir wollen Samstag auf einen Markt, abends möchte ich feiern gehen & Sonntag ein anderer Markt und evtl. nach Tonala, ein kleines Vorörtchen von GDL, dort gibt es  - einen Markt. haha.

 

Alles Liebe von mir aus Mex, 

un abrazo. 

Anna

Mittwoch, 11.09.2013

Fast ein Monat...

Hola Ihr Lieben Bloginteressierten :)

Heute ist der 10.9. ich bin also nun schon beinahe einen Monat unterwegs, ich fasse es nicht. Wie Diego gestern treffend sagte: "My first 2 weeks in Madrid felt like 2 months, the remaining 3 months like 2 weeks."So ist es. Die Zeit beginnt zu rasen. Es ist ein wenig so etwas wie Alltag eingekehrt hier.

Erst mal zur Uni, ich glaub dazu habe ich mich noch gar nicht geäußert so richtig. 

Also derzeit habe ich 4 Kurse belegt. Alle aus dem Bereich Klin. Psychologie. Hätte so gern kreuz und quer gewählt & auch an der anderen Fakultät, wo die meisten Austauschstudenten sind.. Aber wg. Anrechnung usw. bin ich bei den klinischen Kursen gelandet (wie spießig von mir :D ). Ich habe "Introduccion a la Psicoterapia (enfoque sistemico, also unter dem Schwerpunkt systemische Psychologie)", "Psicopatologia Infantil", "Fundamentos de Psicoterapia de los adultos (auch syst. Schwerpunkt, endlich mal KEINE Verhaltenstherapie für die Psychos unter euch ;) ) & derzeit noch "Psicopatologia de Adultos Psicoticas". Letzteren werde ich höchstwahrscheinlich schmeißen. Der Dozent ist fürn A..., ich hab bis jetzt noch nix mitgenommen. Wir haben einmal Hide&Seek geguckt, ohne den Film iwie zu analysieren. Meine mexikanischen Kommis sind alle schnell rausgerannt & kamen mit riesigen Bechern Softdrinks, Popcorn, Pizza usw. zurück ("Si, vemos una pelicúla, por eso... ", na sicher :D ). 

Jedenfalls schmeiss ich den wahrscheinlich & probiere ab Donn. den Kurs "Sexualidad humana" - ich werde berichten. An manchen Tagen verstehe ich ziemlich viel in den Kursen, vor allem wenn PowerPoint benutzt wird, was aber nur in einem immer & in anderen fast nie der Fall ist..Manchmal geh ich frustriert raus & denke, ich werde nie lernen Spanisch zu sprechen. Aber generell merke ich, dass sich nach den 3 Wochen schon einiges getan hat mit meinem Spanisch. Wenn langsam mit mir gesprochen wird & ich mich konzentriere verstehe ich fast alles. Letzte Woche war ich z.B. mit einem Bekannten Mittagessen und wir haben 1 1/2h nur Spanisch gesprochen, bis auf einzelne Worte, die ich nicht verstanden hab. Ich war so stolz, das sag ich euch :) Und generell merke ich, dass sich mir manche Sachen, die ich mir in meinen Kursen in Deutschland einfach nie merken konnte, nun von alleine erschließen. Einfach durch die Allgegenwärtigkeit der Sprache fange ich an, manche Ausdrücke usw. zu übernehmen. Und eigentlich jeden Tag lerne ich neue Wörter :) Der Spanischkurs bei Yolando (2mal die Woche je 2h) hilft auch gut. 

Ich bin in JEDEM Kurs die einzige internationale Austauschstudentin bzw. die einzige NICHT Muttersprachlerin. Was manchmal von Vorteil ist, weil ich viel Hilfe angeboten bekomme & schon die ein oder andere Hausarbeit in Gruppen geschrieben wurde, & die einfach netterweise meinen Namen mit draufgeschrieben haben (vllt. hatten sie auch einfach kein Bock sich mit der Deutschen rumzuschlagen, die so komisch und langsam spricht ;) ). 

Ja und sonst? Was soll ich sagen.. Mir gehts gut hier, es fühlt sich richtig an, hier zu sein. Ich fühle mich ganz oft im Vergleich zu einigen Kommilitonen so unheimlich, wie soll ich sagen? Priviligiert? Da gibts z.B. einen, der war noch NIE in seinem Leben am Meer. Ich konnte es nicht glauben (es sind ca. 2,5-3h Busfahrt von hier zum Pazifik).. Bis auf 1,2 sprechen die meisten kaum ein Wort Englisch und waren kaum mal Guadalajara raus. Fühlt sich auch manchmal doof an, wenn ich dann erzähle, was ich hier alles so mache/machen werde an Ausflügen. Da halte ich mich also mittlerweile eher zurück. Es ist halt was anderes wenn man aus Deutschland kommt, plötzlich hat man hier relativ viel Geld zur Verfügung. Nunja.

Ansonsten bilden sich immer mehr Kontake hier, auch über meinen Sprachkurs und einen Ausflug vorletztes Wochenende nach Tequila. Ich mache nach wie vor regelmäßig was mit Diego (wir sprechen immer noch Englisch miteinander, ist im Moment einfach leichter). Auch mit einigen Deutschen, dann Freunden von meinen Roomies, meine gechillten Nachbarn usw usw. Läuft also langsam :) 

Gestern habe ich endlich mal wieder Diegos Familie besucht, ich war zum Essen eingeladen. Es war ein kleines bisschen so wie nach Hause kommen. Ich habe den Eltern Rotwein mitgebracht und wir haben unglaublich lecker gegessen & uns nett unterhalten (jaa hauptsächlich auf Spanisch ;) ). Ich war auch endlich mal wieder laufen, da unten bei denen ist so eine wunderbare Luft im Vergleich zur versmokten Innenstadt, wo ich wohne. So viele Autos, unglaublich. Ich muss mich dringend im Fitnessstudio anmelden, mir fehlt mein Sport sehr. Als ich heute morgen bei Diego runter ins Wohnzimmer kam, standen erstmal mehrere Tupperboxen mit Essen, Salat, Dressing usw. für mich bereit. Hat die Mama mir bereit gestellt, zum Mitnehmen, damit ich auch ja gutes Essen im Haus hab' - erinnert mich an meine eigene Mama, wie schön :)

Letzten Samstag war hier "212 Festival" auf der Avenida Chapultepec, auf der ich wohne. Wir hingen also den ganzen Tag in meiner Wohnung rum & haben von oben Konzerte und allgemein das Treiben unten auf der Straße beobachtet. 

Diego & Daniel   Mein 1. Weißwein nach 3 Wochen :) Jule & Lisa  Diego, Diego (Uni), Jule, Susi, ich, Wallabe ;)

Gerade als wir dann abends los wollten, um uns ein Konzert am anderen Ende der Straße anzuschauen, fing es (natürlich!!) an zu regnen. Und wie. Das ist echt nervig hier.. 

Wasserschlacht vor der Bühne

Irgendwann sind wir dann trotzdem los & ich habe mir mit Diego, Wallabe, Diego und noch Freunden von denen ein Konzert angeschaut, im strömenden Regen, stehend auf einer Straße, die mal wieder eher einem Fluß ähnelte. Hat trotzdem Spass gemacht, erinnerte an Fusion 2011 ;) 

Später war hier noch ne kleine Party in unserer Wohnung und dann noch eine ziemlich coole Elektroparty in einem riesen Haus, halb privat/ halb öffentlich. 

Dieses Wochenende fahr ich mit Jule, Hauke und noch ein paar anderen mit "Yo soy Guadalajara" (eine Organisation für Touren/Ausflüge) nach Guanajuato. Am 16.9 ist ja Independence Day in Mexiko und das zelebrieren wir von Samstag - Montag. Stehe ja normalerweise nicht so auf diese organisierte Gruppentouren, aber zur Kontaktaufnahme ist es halt super & wird bestimmt auch interessant, ich werde euch davon berichten ! :)

Zum Schluss dieses Eintrags noch ein paar Impressionen von unserem Rooftop und Blick auf die Avenida Chapultepec und Guadalajara City:

Chapu by night.

 

Ihr hört bald wieder von mir ! 

Un abrazo. 

Anna

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